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DFG-Senatskomission für Zukunftsaufgaben der GeowissenschaftenDFG-Senatskomission für Zukunftsaufgaben der Geowissenschaften
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12.1 – Universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen

Geowissenschaftliche Forschung an Universitäten

Die Universitäten sind entscheident für die geowissenschaftliche Forschung in Deutschland. Die universitäre Forschung ist durch eine Breite gekennzeichnet, die alle Disziplinen abdeckt. Sie besitzt außerdem eine große Innovationskraft und kann durch die kontinuierlich nachrückenden jungen Wissenschaftler schnell auf neue Themen reagieren. Die Universitäten bilden mit Doktorarbeiten oder Postdoc-Stellen auch Nachwuchs für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus. Häufig kommen die Abteilungsleiter oder Direktoren der außeruniversitären Einrichtungen aus den Universitäten.

Besondere Rolle der Universitäten

Die Universitäten stellen die Grundausstattung für die Forschung bereit. Forschungsprojekte können aufgrund der angespannten Finanzsituation an den Universitäten in der Regel jedoch nur mit Hilfe von Drittmitteln durchgeführt werden.

Grundausstattung

Neben normalen DFG-Projekten spielen Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen, Schwerpunktprogramme, Graduiertenschulen und Nachwuchsgruppen eine große Rolle bei geowissenschaftlichen Projekten. Eines der sechs DFG-Forschungszentren ist marin-geowissenschaftlich ausgerichtet und befindet sich in Bremen. Dem „Förderranking der DFG 2006“ zufolge sind insgesamt 33 kooperative Forschungsprogramme der DFG in den Geo­wissenschaften angesiedelt, das entspricht 3,5 Prozent aller Forschungsprogramme. Dazu kommen mehrere Emmy Noether- und Heisenberg-Stipendien sowie Nachwuchsgruppen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), die an Universitäten angesiedelt sind.

Drittmittelförderung

In den letzten Jahren haben die Geowissenschaften an den Universitäten die Zusammenarbeit mit den großen Förderorganisationen wie den Max-Planck-Instituten (MPI), der HGF und der Leibniz-Gemeinschaft wesentlich ausgebaut. Dabei wurden klare Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Immer mehr Führungspositionen in diesen Einrichtungen werden in gemeinsamen Berufungskommissionen als Professuren besetzt. Weil sich die Förderorganisationen an der Lehre beteiligen, erhalten sie Zugang zu Studierenden. Die Professoren und habilitierten Wissenschaftler können eigenverantwortlich Doktoranden betreuen.

Zusammenarbeit

An geowissenschaftlichen Universitätsstandorten findet zurzeit eine große Umstrukturierung statt. Die einzelnen Standorte bilden Schwerpunkte und Profile in Lehre und Forschung aus. Das generelle Ziel besteht darin, eine breite, fachlich differenzierte Ausbildung zu ermöglichen. Einige Standorte können jedoch „nur“ Grundlagen oder Ergänzungen zu „geo-nahen“ Studiengängen liefern.

Schwerpunktbildung

Bei der Schwerpunkt- und Profilbildung werden viele Partnerschaften gebildet. Neben den „klassischen“ geowissenschaftlichen Fächern Geologie/Paläontologie, Mineralogie, Geophysik und Physische Geographie gibt es viele Anknüpfungspunkte zu anderen Fachrichtungen wie Meteorologie, Ozeanographie oder Ur- und Frühgeschichte. Mit dieser wachsenden Verzahnung in Forschung und Lehre werden die Geowissenschaften für die Universität als gesamte Einrichtung unverzichtbar.

Die einzelnen Standorte verfolgen die Schwerpunkt- und Profilbildung mit unterschiedlichen Ansätzen. Dabei können regionale, traditionelle oder forschungspolitische Aspekte eine Rolle spielen. Die bestehende Personalausstattung, die bisherige Ausrichtung der einzelnen Fachgebiete und die Ausstattung mit Großgeräten spielen eine bestimmende Rolle. An vielen Universitäten werden Professuren derzeit neu besetzt, um ein neues Profil zu bilden. In Zukunft wird es mehr als bisher darauf ankommen, erfolgreiche Forschungsrichtungen auszubauen. Nur so kann sowohl beim Personal als auch bei den Sachmitteln eine kritische Masse erreicht werden, um Spitzenforschung in diesem Gebiet zu betreiben. Nur so wird es möglich sein, geowissenschaftliche Standorte zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.

Die Exzellenzinitiative hat auch die Geowissenschaften zur Langfristplanung und Definition von Schwerpunkten angeregt. Mit der Bewilligung im Oktober 2007 ist die erste Phase der Exzellenzinitiative abgeschlossen. Eine weitere, zweite Phase ist ab 2012 geplant.
Exzellenzcluster mit Meeresbezug wurden für die Geowissenschaften in Bremen, Hamburg und Kiel bewilligt: in Kiel der Cluster „The Future Ocean“, für Hamburg der Cluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ und in Bremen der Cluster „The Ocean in the Earth System“. Ein weiterer Exzellenzcluster namens „Quest“ an der Leibniz Universität Hannover widmet sich der Verbindung von Quantenphysik und Raum-Zeit-Forschung.

Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder

Einige bewilligte Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative können den Geowissenschaften zugeordnet werden, zum Beispiel die Graduiertenschule GLOMAR (Global Change in the marine ­Realm) an der Universität Bremen. Neben naturwissenschaftlich orientierten Doktorandinnen und Doktoranden sind auch Sozialwissenschaftler und Juristen eingebunden. Die Geowissenschaften in Göttingen profitieren von der dritten Förderlinie „Zukunftskonzepte“. In den Göttinger Courant-Forschungszentren wird das Forschungsgebiet Geobiologie gefördert. Dort geht es um die Entwicklung des frühen Lebens und um Gesteins- und Mineralbildungsprozesse unter dem Einfluss von organischer Materie. Weitere Graduiertenkollegs mit geowissenschaftlichem Inhalt wurden in Kiel und Berlin bewilligt.

Zum Wintersemester 2008/2009 haben fast alle geowissenschaftlichen Standorte Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Durch Institutsschließungen ist das Angebot an Standorten mit geowissenschaftlichem Vollstudium von ehemals 32 Standorten mit Diplomstudium auf 28 Standorte mit Bachelor-Master zurückgegangen. Die Bachelorstudiengänge wurden meist als disziplin­übergreifender Studiengang Geowissenschaften eingerichtet. Bei den Masterstudiengängen findet dann eine stärkere Differenzierung statt, zum Teil mit forschungsintensiven oder anwendungsbezogenen Inhalten.

Reform der Studiengänge

Durch die Umstellung ist das Studium stärker verschult. Für das Personal bedeuten die häufigeren Prüfungen und höheren Anteile an Übungen einen Mehraufwand. Vielfach geht dies an den Universitäten auf Kosten der Zeit für die Forschung, da kein zusätzliches Personal zur Verfügung steht. Das übergeordnete Ziel der Neustrukturierung des Studiums bestand darin, die Ausbildung zu verbessern und die Studienzeiten zu reduzieren. Dafür ist ein größerer Personalaufwand notwendig. Die Umstellung hat einen großen Vorteil: Da es sich hier um internationale Abschlüsse nach internationalem Standard handelt, sind Studienwechsel ins Ausland nun problemlos möglich. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Austausch mit dem Ausland in den geowissenschaftlichen Studiengängen sehr begünstigt wird. Insbesondere in Englisch unterrichtete Studiengänge ziehen vermehrt Studierende aus anderen Ländern an.

Alle geowissenschaftlichen Standorte streben bei der Profilbildung danach, ihre Ausbildung zu internationalisieren. So wollen sie die Berufsaussichten ihrer deutschen Absolventen auf dem internationalen Markt verbessern und außerdem ausländische Studenten anziehen.

Geowissenschaftliche Forschung im außeruniversitären Bereich

Deutschland zeichnet sich durch ein differenziertes und dezentralisiertes Wissenschafts- und Forschungssystem aus. Geowissenschaftliche Forschung wird nicht nur an Universitäten, sondern auch an vielen außeruniversitären Einrichtungen betrieben. Hierzu gehören Helmholtz-Zentren, Institute der Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Institute ebenso wie die Staatlichen Geologischen Dienste und Museen. Auch in Industrie- und Bergbau-Unternehmen und in Ingenieurbüros, wo Geowissenschaftler als Berater tätig sind, wird geowissenschaftliche Forschung betrieben.

Differenziertes Wissenschafts- und Forschungssystem

Die Helmholtz-Gemeinschaft umfasst 15 ehemalige „Großforschungseinrichtungen” mit Schwerpunkt im naturwissenschaftlich-technischen und biologisch-medizinischen Bereich. Diese Zentren wollen durch eine strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung Beiträge leisten zu den drängenden Aufgaben von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.

Helmholtz-Zentren

Die Erdsystemforschung ist in der Helmholtz-Gemeinschaft im Fachbereich „Erde und Umwelt” angesiedelt, an dem mehrere Helmholtz-Zentren beteiligt sind. Sie haben ihre Aktivitäten derzeit in folgenden Programmen gebündelt:

  • Geosystem: Erde im Wandel,
  • Atmosphäre und Klima,
  • Marine, Küsten- und Polare Systeme,
  • Biogeosysteme: Dynamik und Anpassung,
  • Nachhaltige Nutzung von Landschaften,
  • Nachhaltige Entwicklung und Technik.

„Erde und Umwelt”

Übergeordnete Schwerpunktthemen, zu denen alle Helmholtz-Zentren im Fachbereich „Erde und Umwelt” Beiträge leisten, sind Katastrophenvorsorge, Mega-Cities sowie Modellierung und Systemanalyse. In diesen international begutachteten Programmen will die Helmholtz-Gemeinschaft eng mit leistungsfähigen, nationalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten, insbesondere mit den Universitäten. Die von den Zentren betriebenen Großgeräte bilden häufig den Ausgangspunkt für derartige Forschungskooperationen. Auch die exzellente wissenschaftliche Infrastruktur, die den Partnern zur Verfügung steht oder weitere Einrichtungen, wie die Forschungsneutronenquelle FRM II, liefern den Anreiz zur Kooperation.

Um die Zusammenarbeit mit den Universitäten strukturell zu stärken, hat die Helmholtz-Gemeinschaft neben dem Instrument der „Gemeinsamen Professuren” verschiedene neue Kooperationsmodelle entwickelt. Hierzu gehören beispielsweise die „Virtuellen Institute”, an denen ein Helmholtz-Zentrum und oft mehrere Universitäten beteiligt sind, oder auch Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen. Diese Kooperation bietet den Geowissenschaften die Möglichkeit, mit größeren Forschergruppen komplexere Themenfelder zu bearbeiten. Dabei sollen außeruniversitäre Forschung und Wirtschaft systematisch eingebunden werden. Durch die Konzentration von Personen und Ressourcen sollen die Kooperationen international sichtbar werden.

Neue Kooperationsmodelle

Auch die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) mit ihren derzeit 86 Instituten strebt eine intensive ­Kooperation mit universitären Partnern an. Instrumente dieser Kooperation sind gemeinsame Berufungen, die gemeinsame Ausbildung von Doktoranden und die Beteiligung von Wissenschaftlern der Leibniz-Institute an der universitären Lehre.

Leibniz-Institute

Das inhaltliche Spektrum der Leibniz-Institute ist breit gefächert. Es reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Zur WGL gehören auch die Forschungsmuseen, wie zum Beispiel das Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt und, seit dem 1.1.2009, das Naturkundemuseum Berlin. Folgende Leibniz-Institute beschäftigen sich mit geowissenschaftlichen Themen: das Institut für Meereskunde (IFM-GEOMAR) in Kiel, das Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover, das Institut für Ostseeforschung (IOW) in Warnemünde, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Potsdam und seit dem 1.1.2009 das Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen. Das Institut für Troposphärenforschung in Leipzig und das Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn arbeiten auf dem Gebiet der Atmosphärenforschung. Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig ist das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland.

Das inhaltliche Spektrum der Leibniz-Institute

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) umfasst derzeit 79 Forschungsinstitute. Die MPG hat sich die Aufgabe gestellt, besonders wichtige, zukunftsträchtige oder sich neu entwickelnde wissenschaftliche Forschungsgebiete aufzugreifen, vor allem solche, die außerhalb der an den Universitäten etablierten Disziplinen liegen. Um die Kooperation mit den Universitäten zu stärken, hat die MPG Max-Planck-Forschungsgruppen und International Max Planck Research Schools eingerichtet.

Max-Planck-Institute

Mit Themen der Geo- und Klimaforschung beschäftigen sich das MPI für Biogeochemie in Jena, das MPI für Chemie in Mainz und das MPI für Meteorologie in Hamburg. An einigen weiteren Instituten gibt es Abteilungen, in denen ebenfalls erdsystemrelevante Forschung betrieben wird: am MPI für Kernphysik in Heidelberg, am MPI für terrestrische Mikrobiologie in Marburg, am MPI für marine Mikrobiologie in Bremen und am MPI für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau. Alle beteiligten Institute und Gruppen stellen ihre Forschungsarbeiten in den Zusammenhang der Erdsystemforschung und stimmen ihr Vorgehen im Rahmen einer „Partnerschaft für Erdsystemforschung in der MPG” ab.

Geo- und Klimaforschung

Die Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) Deutschlands sind Kooperationspartner für alle Einrichtungen, die raumbezogene geo­wissenschaftliche Daten benötigen. Die Dienste wurden im 19. Jahrhundert gegründet, um der Wirtschaft und dem Staat flächen- und teufenbezogene geowissenschaftliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Solche Daten sind für die industrielle und infrastrukturelle Entwicklung erforderlich. Sie werden benötigt, um Rohstoffe zu gewinnen oder Verkehrswege zu planen, um die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern, und sie werden in der Grundstoff- und weiterverarbeitenden Industrie benötigt. Heute tragen die Dienste außerdem dazu bei, Zukunftsgrundlagen zu sichern. Sie sind daran beteiligt, Trinkwasserschutzgebiete auszuweisen, Deponien auszulegen oder Nutzungskonflikte zwischen Rohstoffsicherung sowie Trinkwasser- und Naturschutzgebieten in Raumordnungsplänen zu lösen. Sie haben sich in ihren Ländern zu den zentralen geowissenschaftlichen Beratungsinstitutionen entwickelt. Organisatorisch werden sie sehr unterschiedlich behandelt. Einige sind unabhängige Fachbehörden, andere sind Abteilungen in der Regierungsverwaltung. Für die Zukunft ist es wünschenswert, dass die Selbstdarstellung, die Aufgaben und die Datenbereitstellung zwischen den Ländern weiter harmonisiert werden und dass das Datenmanagement auf Kundenwünsche optimiert wird.

Staatliche Geologische Dienste

Historisch liegt die Zuständigkeit für Geologie und Rohstoffe in Deutschland bei den Ländern. So verfügt jedes Bundesland über eine eigene Organisation, die die Aufgabe eines Staatlichen Geologischen Dienstes wahrnimmt. Dabei sind die Dienste selbst entweder mit den Umweltbehörden der Länder zusammengelegt oder sie sind diesen untergeordnet. Leider wurden die Geologischen Dienste in den letzten Jahren durch einen massiven Personalabbau geschwächt.

Zuständigkeiten und Einbindung

Für Aufgaben des Bundes wurde 1958 die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover gegründet. Sie berät den Bund und erfüllt internationale geowissenschaftliche Verpflichtungen. Zum Beispiel übernimmt sie im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit das Training von geowissenschaftlichen Counterpart-Organisationen in Entwicklungsländern. Die BGR unterhält ein nationales Datenzentrum, mit dem das Kernwaffenteststoppabkommen überwacht wird. Sie führt zudem geowissenschaftliche Erkundungen durch, um Endlagerstandorte für radioaktive Abfälle zu suchen. Viele Forschungsaktivitäten der BGR unterstützen ihre Beratung und operativen Aufgaben. Daneben betreibt die BGR auch selbständige Forschung, wie die Erkundung von Meeres- und Polarregionen oder die Georisikoforschung. Die BGR ist zudem eine wichtige Zentral­institution für die geowissenschaftliche Infrastruktur in Deutschland, zum Beispiel für geophysikalische Erkundungen und geowissenschaftliche Fachliteratur.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) haben sich vor einigen Jahren mit dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), vormals Leibniz-Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA), zum Geozentrum Hannover zusammengeschlossen. Der Schwerpunkt des LIAG liegt auf dem Gebiet der Angewandten Geophysik. Mit seinem „Fachinformationssystem Geophysik” hat das LIAG-Institut eine Datenbank aufgebaut, die geophysikalische Daten aus ganz Deutschland und einfache Auswertemethoden zur Verfügung stellt.

Geozentrum Hannover

Geowissenschaftliche Forschung als Motor für technologische Entwicklungen

Geowissenschaftliche Forschung kann nur dann erfolgreich sein und nutzbringend technologisch umgesetzt werden, wenn entsprechende Grundlagen vorhanden sind. Dazu gehören eine solide und breit gefächerte geowissenschaftliche Ausbildung an den Universitäten, eine differenzierte und leistungsstarke Forschungslandschaft, die hohe wissenschaftliche Qualität der Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Arbeiten und eine gute Forschungsförderung. Aus der geowissenschaftlichen Forschung kamen gerade in den letzten Jahren viele Innovationen und Anstöße für neue Technologien, Methoden und marktfähige Produkte. Ein Beispiel dafür ist die Richtbohrtechnologie, die im deutschen Kontinentalen Tiefbohrprogramm (KTB) entwickelt wurde und inzwischen weltweit eingesetzt wird. Auch Technologien zur Untersuchung und Langzeitüberwachung des Ozeanbodens sind eine geowissenschaftliche Innovation, die auf der marinen Geoforschung basieren. Die Geowissenschaften haben geotechnische Sicherheitskonzepte bereitgestellt, um den Untergrund als Wirtschaftsraum nutzen zu können, und sie haben Grundlagenwissen in die Praxis der Denkmalpflege umgesetzt.

Gutes Klima für innovative Forschung

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:07 durch Jana Stone | Impressum