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AG Geowissenschaftlicher Nachwuchs
Die Arbeitsgruppe "Nachwuchs" der DFG-Senatskommission für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung (Geokommission) wurde im Juni 2007 gegründet. Wir halten geowissenschaftliche Forschung, sowohl als Grundlagenforschung wie auch als angewandte Forschung, für gesellschaftlich unverzichtbar. Die dynamische Weiterentwicklung der geowissenschaftlichen Forschungsbereiche und insbesondere die fragestellungsorientierte Zusammenarbeit über die traditionellen Disziplingrenzen hinweg erfordern kontinuierliche Integration junger Wissenschaftler/innen. Diesen Prozess wollen wir fördern. Unsere Ziele sind
- Förderung der Vernetzung unter geowissenschaftlichen Nachwuchswissenschaftler/innen (z.B. durch Rundgespräche).
- Information über wissenschaftspolitische Entwicklungen und Fördermöglichkeiten und andere relevante Angelegenheiten.
- Vertretung der Interessen der Nachwuchswissenschaftler/innen gegenüber Entscheidungsträger/innen.
Ankündigungen zu Rundgesprächen sowie anderen Aktivitäten der AG Geonachwuchs werden auf dieser Homepage veröffentlicht.
Aktuell:
Ergebnisse des Rundgesprächs vom 25.-27.2.2009.
Beim DFG-Rundgespräch „Das Wohl und Wehe von Modethemen in der geowissenschaftlichen Forschungsförderung“ der AG Geowissenschaftlicher Nachwuchs, welches vom 25.-27.2.2009 in Mühltal bei Darmstadt stattfand,wurden in drei Arbeitsgruppen ausgewählte Themen eingehend diskutiert.
Statt „Modethemen“ wurde der Begriff „rasant wachsende Themen“entwickelt, der Forschungsthemen bezeichnet, die in der aktuellen Forschung schnell an Bedeutung gewinnen. In solch einem Thema zu arbeiten, birgt Chancen aber auch Risiken für Nachwuchswissenschaftler/innen, wobei die Entscheidung, in einem rasant
wachsendem Thema zu arbeiten, eine individuelle bleiben sollte. Um die Chancen des wissenschafltichen Nachwuchses auch im Kontext rasant wachsender Themen zu verbessern, empfehlen wir besondere Förderungsprogramme für Nachwuchswissenschafter/innen einzurichten bzw.zu verstärken. Jedoch sollte der Einbau solcher Theme in bestehende Studiengänge einen begleitenden Charakter haben und nicht zu kompletteigenen Studiengängen führen.
Um die Arbeitsbedingungen für junge Geowissenschaften zuverbessern, sollten Tätigkeiten in der Lehre gleichermaßen anerkannt und vergütet werden wie jene in der Forschung. Um dem Nachwuchs auch im Mttelbau langfristige Perspektiven zu schaffen, sollten mehr unbefristete Stellen geschaffen werden, die auch als echte Teilzeitstellen wahrgenommen werden können. Auch sollten Wissenschaftler enstprechend ihrer hohen Qualifikation und langen Ausbildungszeit angemessen bezahlt werden.
Die im Zuge zunehmender Evaluationen von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Einrichtungen vermehrt verwendeten einfachen quantitativen Indikatoren sind für junge Wissenschaftler ungeeignet (aussagekräftige Autoren-bezogene Indizes benötigen eine relativ große Anzahl an Publikationen). Die Anzahl der Publikationen und deren Qualität (Impact-Factor der Zeitschriften, datenanalytische und auch labor-apparative Methodenentwicklung, Innovation der Forschung) sind für junge Wissenschaftler deutlich sinnvollere Indikatoren. Bei der Bewertung der Leistung eines jungen Wissenschaftlers sollten jedoch nicht nur die Forschungsleistung, sondern auch Leistungen in der Lehre, das Wahrnehmen organisatorischer Aufgaben innerhalb der Institution, das Engagement in Gremien, Selbstverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit in die Evaluierung einbezogen werden, wobei die seit der Graduierung verstrichene Zeit, reduziert durch Familienzeiten, zu berücksichtigen ist.
