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Bernd Rendel-Preis – Preisträger 2004
Preisverleihung am 25.02.2005 in Tübingen
Der Stifter, Herr Prof. Dr. Klaus Rother, Heidelberg, übergab im Rahmen des 8. Crafoord-Symposiums in Tübingen den Bernd-Rendel-Preis 2004 an sechs ausgezeichnete junge Wissenschaftler. Der Preis sowie die Preisträgerinnen und Preisträger wurden durch den Vorsitzenden der Auswahl-Kommission, Prof. Dr. Dr.h.c. Hubert Miller, München vorgestellt.
Raik Bachmann aus Potsdam
Raik Bachmann gehört zu den ganz jungen Preisträgern, die gerade erst das Studium beendet haben. Seine Diplomarbeit hatte das Thema "Megashears and the early evolution of the Caribbean: Petrology and structural geology of deformation zones in Honduras and Guatemala". Den Preis möchte er für Feldarbeiten, für Kongreßbesuche und - wenn noch möglich - zur Mitfinanzierung von Ar/Ar-Datierungen an Gesteinen seines Arbeitsgebietes benutzen. Er weilt zur Zeit in Chile, um im Rahmen seiner Promotion "Strukturen und Prozesse in Bereich der seismogenen Koppelzone konvergenter Kontinentränder" Risse in Gesteinen aus größerer Tiefe zu untersuchen, die möglicherweise im Verlauf von Erdbeben entstanden sind.
Bodo Bookhagen aus Berlin
Das Thema der Diplomarbeit von Bodo Bookhagen lautete "Hydrological modelling of a Pleistocene landslide-dammed lake in the Santa María Basin, NW Argentina". Seither arbeitet er an seiner Dissertation über das Thema "Klimatisch-tektonische Wechselwirkungen bei der Entwicklung des Himalaya-Orogens am Beispiel des Sutlej-Tals, NW-Himalaya, Indien". Über dieses Thema und das der Diplomarbeit sind bereits vier Publikationen in ausgezeichneten Zeitschriften erschienen, eine weitere ist akzeptiert, zwei weitere sind in review. Zahlreiche Kongreßbeiträge ergänzen dieses hervorragende Bild.
Eva Gebauer aus Tübingen
Eva Gebauers derzeitiges Forschungsthema ist die "Phyllogenie und Evolution der Gorgonopsiden" - einer im oberen Perm lebenden Wirbeltiergruppe am Übergang der Reptilien und Säugetiere. Ihre herausragende Diplomarbeit zum Thema "Re-description of the cranial skeleton of Pelanomodon tuberosus (Therapsida, Dicynodonta) and re-assessment of its phylo-genetic position" ist in Druck. Die Preisträgerin beabsichtigt, dieses Thema im Rahmen einer 2003 begonnenen Promotion weiter zu vertiefen und um Forschungsaspekte wie Funktions- und Konstruktions-Morphologie, Aut- und Synökologie sowie Biogeographie zu erweitern. In diesem Sinn möchte Frau Gebauer auch das Preisgeld verwenden: Teilnahme an internationalen Tagungen und Konferenzen sowie die Finanzierung weiterer Forschungsaufenthalte an den Sammlungen der Welt.
Yvonne Hamann aus Leipzig
Yvonne Hamanns im Rahmen eines DFG-Projektes angefertigte Diplomarbeit zum Thema "Paläoökologie und environment-Rekonstruktion mittelkambrischer Abfolgen SW-Sardiniens (Campo Pisano-Formation) wurde als "eine der in Form und Inhalt besten Diplomarbeiten in den Freiberger Arbeitsgruppen Paläontologie und Stratigraphie/Sedimentologie" bezeichnet. Die Ergebnisse der Arbeit konnte sie in zwei Publikationen veröffentlichen. Seit Sommer 2003 arbeitet Frau Hamann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und beschäftigt sich im Rahmen einer Promotion mit den Auswirkungen kurzfristiger Klimaänderungen auf die Sedimentologie und Umwelt im östlichen Mittelmeer unter glazialen und interglazialen Bedingungen. Mit dem Preisgeld steht neben der Beschaffung eines für die Geländearbeiten sehr wichtigen Notebooks die Finanzierung eines meeresbiologisch/geologischen Fortbildungskurses im Vordergrund.
Gregor Knorr aus Hamburg
2000 hat Gregor Knorr seine Masters-Arbeit an der Universität Bergen in Norwegen am Institut für Marine Geologie zum Thema "A study of a sediment core (MD2291) and MSCL record from the upper mid-Norwegian continental margin spanning the last 16 kiloyears BP" durchgeführt. Seit 2001 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Erdsystemmodellierung und Analyse" in einer Kooperation der Universitäten Hamburg (Institut für Meteorologie) und Bremen (Institut für Geowissenschaften) im Rahmen des deutschen Klimaforschungsprogramms. Hier geht es um die Erforschung der globalen nacheiszeitlichen Erwärmung und deren Einfluß auf die atlantische Tiefenwasserzirkulation.
Merle Katharina Richter aus Katlenburg
Merle Katharina Richter hat an der Universität Bayreuth das Fach Geoökologie studiert und Vordiplom und Hauptdiplom "Mit Auszeichnung" bestanden. Ihre Diplomarbeit hatte das Thema "Möglichkeiten und Grenzen der DNA-Analyse zur Rekonstruktion der Paläolandnutzung präkolumbischer Indianerschwarzerden (Terra Preta do Indio)". Sie hat in ihrer Arbeit geprüft, ob es mit Hilfe der Isolierung und Identifizierung von fossilen DNA-Bruchstücken möglich ist, potentielle Nährstoffquellen in Terra Preta-Böden nachzuweisen. Die Arbeit von Frau Richter zeichnet sich durch ein ungewöhnlich hohes, wissenschaftliche Disziplinen überschreitendes Niveau im Spannungsfeld von molekularer Paläobiologie, Bodenkunde und Archäologie aus. Der
