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Endlagerforschung: Clausthaler Know-how in OECD gefragt

Professor Klaus-Jürgen Röhlig vom Institut für Endlagerforschung der TU Clausthal ist international gefragt.

Innerhalb der Nuclear Energy Agency (NEA) hat der Wissenschaftler den Vorsitz einer Arbeitsgruppe zum Management radioaktiver Abfälle übernommen.
Klaus-Jürgen Röhlig hatte diesen Arbeitsbereich im Jahr 2000 mit gegründet, zählte seit 2006 zum inneren Zirkel und hat nun den Vorsitz der Gruppe inne. Ziel ist es, einen wissenschaftlich-technischen Beitrag zur langfristigen, umweltgerechten und sicheren Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen in tiefen geologischen Formationen zu leisten. „Wir sind es uns selbst und künftigen Generationen schuldig, mit atomarem Abfall verantwortungsbewusst und auf der Basis eines gesellschaftlichen Dialogs umzugehen“, heißt es in der Selbstdarstellung der Gruppe („Integration Group for the Safety Case“).

Die Nuclear Energy Agency ist eine Institution innerhalb der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die NEA hat sich der Förderung einer sicheren, umweltschonenden und wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie verschrieben. Gegründet wurde die Nuclear Energy Agengy 1958, um die wissenschaftlichen und finanziellen Ressourcen der westeuropäischen Staaten mit Blick auf ein gemeinsames Nuklearforschungsprogramm zu bündeln. Heute gehören der NEA 29 Länder aus vier Kontinenten an, in denen sich rund 85 Prozent der weltweit existierenden atomaren Anlagen befinden.

Auf das Know-how der TU Clausthal in der Endlagerforschung war bereits die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) aufmerksam geworden. In den Jahren 2009 und 2010 fand jeweils ein internationaler Lehrgang zu Themen der Entsorgung gefährlicher Abfälle im Oberharz statt. So weilten im vergangenen Herbst 13 Teilnehmer, insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern, zu einem sechswöchigen Kurs an der TU Clausthal. In einem Schreiben bedankte sich die IAEA ausdrücklich für die hervorragende Veranstaltung, zu der auch Exkursionen zum Kernkraftwerk Grohnde, nach Lubmin (Rückbau des Meilers), dem in der Umrüstung zum Endlager befindlichen Schacht Konrad sowie zum Zwischenlager und Untersuchungsbergwerk Gorleben gehört hatten.

Weitere Informationen

Christian Ernst
Pressestelle
Technische Universität Clausthal

Quelle: www.idw-online.de

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:21 durch Jana Stone | Impressum