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Endrunde der Exzellenzinitiative eingeläutet

Berlin-Potsdamer Geowissenschaften mit einer Bewerbung um eine neue Graduiertenschule an der Endrunde der DFG-Exzellenzinitiative beteiligt

In einem harten Wettbewerb mit insgesamt 227 eingereichten Antragsskizzen für Neuanträge im Rahmen der DFG-Exzellenzinitiative konnten sich die Berliner und Potsdamer Geowissenschaften mit einer Projektskizze für eine neue Graduiertenschule für die Endrunde der diesjährigen Bewerbungen qualifizieren. Dieses wurde in der heutigen Pressekonferenz der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates in Bonn bekannt gegeben. In dem Vorhaben geht es um nachhaltige Landnutzung und die Auswirkungen des globalen Wandels. Auch für die geowissenschaftliche Koordinierungsplattform Geo.X ist die Entscheidung in Bonn von großer Bedeutung. “Europaweit gibt es keine solche Dichte von Geowissenschaften wie im Potsdam-Berliner Raum“, sagte Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Sprecher von Geo.X und Vorstandsvorsitzender des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ. „Die Exzellenzinitiative eröffnet für die Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit, das geowissenschaftliche Potenzial der Region auszuschöpfen, denn die Herausforderungen, vor die der globale Wandel die menschliche Gesellschaft stellt, erfordert neue Denk- und Lösungsansätze, die nur im Großverbund möglich sind.“
Mit der Graduiertenschule „FutureLand“ unter Federführung der Humboldt-Universität zu Berlin soll eine neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Themenkomplex der Nachhaltigen Landnutzung in das Berlin-Potsdamer Forschungsumfeld integriert werden. Aspekte wie die Welternährung, der dramatische Rückgang der Biodiversität, der vermehrte Wettstreit um Land- und Wasserressourcen und die daraus erwachsenden sozio-politischen Instabilitäten sind Themenkomplexe, die unmittelbar mit einer nachhaltigen Landnutzung verknüpft sind. Der Ansatz der FutureLand-Graduiertenschule ist daher eine enge Verflechtung von Geo- und Sozialwissenschaften. An der Graduiertenschule beteiligen sich als weitere Geo.X-Partnereinrichtungen das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ und das Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Leibniz-Institut für Agrar- und Entwicklungsforschung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), das Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin (IGB), das Leibniz-Institut für Regionalforschung und Strukturplanung (IRS), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und weitere internationale Partner.
Die erfolgreich qualifizierte Projektskizze verfolgt den Ansatz von Geo.X, die Geowissenschaften mit weiteren Wissenschaftsdisziplinen zu verbinden, um relevante Beiträge zur Erforschung des Systems Erde-Mensch zu liefern.
Die erfolgreichen Neubewerbungen müssen nun bis zum 1. September 2011 ihre vollständig ausgearbeiteten Förderanträge einreichen. Diese werden bis zum Februar 2012 von international besetzten Gutachtergruppen begutachtet. Die endgültigen Entscheidungen, welche Graduiertenschulen von November 2012 an fünf Jahre lang gefördert werden, fallen im Juni 2012.
Geo.X ist eine gemeinsame Plattform der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, des Museums für Naturkunde in Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Universität Potsdam und des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Weitere Informationen

Dr. Hildegard Gödde
Geschäftsstelle Geo.X

Prof. Dr. P. Hostert
Humboldt-Universität zu Berlin
Sprecher für „FutureLand“
Tel. 030-20936805

Quelle: www.idw-online.de

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:19 durch Jana Stone | Impressum