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Kleinplaneten als Wegweiser zum Beginn des Lebens

Die Grundlagen für die Entstehung von Leben untersucht ein neues Schwerpunktprogramm, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Titel „Die ersten zehn Millionen Jahre des Sonnensystems“ eingerichtet hat.

Quelle: http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~ia2/

Die Grundlagen für die Entstehung von Leben untersucht ein neues Schwerpunktprogramm, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Titel „Die ersten zehn Millionen Jahre des Sonnensystems“ eingerichtet hat. Aus der Analyse extraterrestrischen Materials wie Meteoriten wollen die beteiligten Wissenschaftler Rückschlüsse auf den Prozess der Planetenentstehung vor 4,5 Milliarden Jahren ziehen. Für die ersten zwei Jahre der Forschungsarbeiten wurden 36 Projekte mit einem Fördervolumen von rund vier Millionen Euro bewilligt. Die Koordination übernehmen die Geowissenschaftler Prof. Dr. Mario Trieloff von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Klaus Mezger von der Universität Bern.

Das Material von kleinen Körpern wie Asteroiden und Kometen nimmt bei den Untersuchungen eine Schlüsselstellung ein. Denn diese haben den Schritt zur Bildung eines großen Planeten nicht vollzogen, sondern sind im Stadium von Kleinplaneten, sogenannten Planetesimalen, steckengeblieben. „Dadurch haben sie unveränderte Relikte der Staub- und Gesteinszusammensetzung auf dem Weg zu größeren planetaren Körpern bewahrt“, erklärt Prof. Trieloff. Als Material für die Untersuchungen stehen den Forschern Meteoriten oder Kometenstaubproben zur Verfügung.

Das Schwerpunktprogramm (SPP 1385) umfasst unter anderem Untersuchungen an interstellarem Material, aus dem die ersten Kleinkörper und Planetesimale entstanden sind. Isotopen-Datierungen sollen die Zeitspanne eingrenzen, in der sich hunderte Kilometer große Asteroiden bildeten. Die Forscher untersuchen daneben auch die Aufheizung sowie die chemische und physikalische Entwicklung von Planetesimalen.

Die Forschungsprojekte sind an 17 Standorten in Deutschland angesiedelt, außerdem ist das Institut für Geologie der Universität Bern eingebunden. Die Arbeiten in Heidelberg werden mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind das Institut für Geowissenschaften, das Institut für Theoretische Astrophysik, das Kirchhoff-Institut für Physik und das Astronomische Rechen-Institut der Universität Heidelberg sowie die Max-Planck-Institute für Astronomie und für Kernphysik.

Weitere Informationen

Marietta Fuhrmann-Koch
Kommunikation und Marketing
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Kontakt:
Prof. Dr. Mario Trieloff
Institut für Geowissenschaften
Telefon (06221) 54-6022
mario.trieloff@geow.uni-heidelberg.de

Quelle: www.idw-online.de

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:30 durch Jana Stone | Impressum