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Start für den Forschungsverbund "The Reacting Atmosphere"

Zu den atmosphärischen Wechselwirkungen von klimapolitischen Maßnahmen

Die Bergische Universität Wuppertal, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, die Atmosphärenforschungsinstitute im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich und das Rheinische Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln haben beschlossen, einen Forschungsverbund unter dem Titel "The Reacting Atmosphere - Understanding and Management for Future Generations" zu gründen.
Das Ziel des geplanten Verbundes ist, die hochkomplexen Regelkreisläufe in der Atmosphäre unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren zu verstehen und wichtige atmosphärische Prozesse zu identifizieren. Die Wechselwirkungen von politischen Maßnahmen, die auf eine Beeinflussung der Zusammensetzung der Atmosphäre zielen, sollen untersucht und darauf basierend Empfehlungen abgeleitet werden. Dazu werden herausragende Kompetenzen in der Atmosphärenforschung mit Erfahrungen in der Analyse von technischen, politischen und sozio-ökonomischen Prozessen und deren Umsetzung über geeignete Politikinstrumente und Transitionspfade zusammengeführt.

"Auf diese Weise", so Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, "wird in Nordrhein-Westfalen ein 'Kompetenzzentrum' in dem hochaktuellen, sich rasant entwickelnden Gebiet der Klima-Wechselwirkungs-Forschung geschaffen." Die beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen wollen durch die Zusammenführung ihrer Forschungsaktivitäten Synergieeffekte bündeln und sich gemeinsam in der internationalen Forschungslandschaft positionieren. Sozio-politischer Ansatzpunkt des Forschungsverbundes ist die Tatsache, dass der globale Klimawandel zunehmend die Lebensgrundlagen der Menschheit und die Entwicklungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen gefährdet. Vom Menschen verursachte Emissionen sind dabei die wichtigsten Auslöser von Klima- und Wetteränderungen.

Während sich die Auswirkungen des Klimawandels in vielen Weltregionen erst mittelfristig massiv zeigen werden, bestehen heute schon gravierende Probleme mit der Luftqualität, die auf unterschiedliche Stoffeinträge in die Atmosphäre und spezifische Transportprozesse zurückzuführen sind. Handlungsbedarf ergibt sich demnach in beiden Bereichen, sollte aber aufeinander abgestimmt sein. Das Verständnis und die quantitative Analyse der Wechselwirkungen zwischen beiden Bereichen stellt eine der zentralen wissenschaftlichen Aufgaben des 21. Jahrhunderts zur Bewältigung der globalen Großprobleme dar, denen sich der Forschungsverbund in seiner Arbeit stellt.

Weitere Informationen

Dorle Riechert
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Quelle: www.idw-online.de

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:19 durch Jana Stone | Impressum