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Vom Inneren der Erde bis ins Weltall

500 Geophysiker und Extraterrestriker treffen sich zur Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) an der Universität zu Köln

Der Zugang zu Frischwasser erscheint uns in Deutschland selbstverständlich, in anderen Teilen der Erde – wie zum Beispiel im Nahen Osten - werden jedoch die Wasserquellen knapp. „Daher ist es sehr wichtig, neue Grundwasserquellen mit modernen geophysikalischen Methoden zu erschließen. Diese können sogar unter den Sedimenten des Mittelmeeres liegen“ sagt Professor Bülent Tezkan vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. Sein Kollege, Professor Joachim Saur, sucht ebenfalls nach flüssigem Wasser. Allerdings führt ihn seine Suche an entlegene Orten unseres Sonnensystems, wie beispielsweise dem Jupitermond Europa.
Der Suche nach flüssigem Wasser außerhalb der Erde kommt eine Schlüsselrolle bei der Erkundung unseres Sonnensystems zu, da flüssiges Wasser generell als notwendige Voraussetzung für mögliches Leben außerhalb der Erde gilt.
Die beiden Geophysiker Saur und Tezkan sind die Leiter der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Extraterrestrische Forschung (AEF) und dem Fachverband Extraterrestrische Physik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgerichtet wird. Die Tagung findet im Zeitraum 21.-24. Februar 2011 an der Universität zu Köln statt. Ihre Schwerpunkte „elektromagnetische Explorationsverfahren“ und „Planeten“ spiegeln die Forschungsschwerpunkte der Geophysik in Köln wider.

Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden zur Tagung erwartet, die seit 2003 zum ersten Mal wieder gemeinsam zwischen DGG und AEF ausgerichtet wird. Die wissenschaftlichen Themen beinhalten die geophysikalische Grundlagenforschung vom tiefen Inneren der Erde bis hinaus zu den Planeten des Weltraums. Ebenso decken sie aber auch Fragen angewandter Geophysik ab, wie die Suche nach Grundwasserquellen, der Zukunft der Energieversorgung in Deutschland mit den klassischen fossilen Energierohstoffen, der unterirdischen Lagerung von CO2 und der Nutzung von alternativen Energien, etwa Geothermie. Dass Geophysik und die Weltraumforschung auch ein spannender Stoff für Schulen sind, demonstriert eine Reihe von Beiträgen über Schulinitiativen wie „unser Raumschiff Erde“.

Weitere Informationen

Internet: Tagungswebseite und ausführliches Programm:
http://www.geomet.uni-koeln.de/dgg-2011/

Deutsche Geophysikalische Gesellschaft:
http://www.dgg-online.de

Arbeitsgemeinschaft für Extraterrestrische Forschung:
http://www.aef-ev.de/

Quelle: www.idw-online.de

zuletzt geändert am 2014-08-26 11:05:20 durch Jana Stone | Impressum